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Rehkitzrettung

Warum?

Warum sind die Kitze gefährdet?

Von April bis Juni ist die Setzzeit der Rehe. Damit die noch kleinen Kitze vor Fressfeinden (z.B. dem Fuchs) gut geschützt sind, legt die Ricke ihre (im Schnitt 2) Kitze einzeln im Schutz hoher Wiesen ab, in denen die Jungtiere kaum zu sehen und auch für die Fressfeinde nicht zu riechen sind, denn die kleinen Kitze haben zunächst keinen Eigengeruch. Um die Tarnung ihrer Kitze nicht zu gefährden, kommt die Ricke den ersten 3-4 Wochen nach der Geburt nur alle paar Stunden zum Säugen der Kitze an deren Liegeplätze. Somit wären die Kitze theoretisch sicher, wenn es nicht den Menschen gäbe.

Denn die Grünflächen, in denen die Ricken ihre Rehkitze ablegen, sind oft landwirtschaftlich genutzte Wiesen, die zur Setzzeit der Rehe das erste bzw. zweite Mal abgemäht werden, um Grünfutter für die Tierhaltung zu erhalten. Den Mähmaschinen fallen deutschlandweit ca. 100.000 Rehkitze und auch unzähliges Niederwild zu Opfer. Die jungen Rehkitze sind nämlich für den Landwirt von seiner Maschine aus nicht bzw. erst zu spät zu erkennen und haben in den ersten 3-4 Wochen auch noch keinen Fluchtinstinkt. Bei Gefahr pressen die Kitze sich einfach flach auf den Boden und bleiben regungslos liegen und werden so leider mit vermäht oder tödlich verletzt.

rehkitz
Junges Rehkitz liegt zusammengerollt im hohen Gras versteckt

Warum helfen wir?

Die Kitze brauchen unsere Hilfe

Laut §1 des Tierschutzgesetzes ist es auch verboten einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen und somit steht der Landwirt vor der Mahd auch in der Pflicht den Mähtod der Wildtiere durch geeignete Maßnahmen (Siehe Informationen für Landwirte) vorzubeugen. Leider ist dies in der Realität nicht immer der Fall bzw. aufgrund fehlender Technik oder helfender Hände nicht immer möglich die Wildtiere aus der Grünfläche zu vergrämen oder in Sicherheit zu bringen. 

Genau an dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Als eingetragener, gemeinnütziger Verein bieten wir Landwirten hier kostenlose Unterstützung, weil uns die Tiere am Herzen liegen. 

Nadel im Heuhaufen...

Wie machen wir die Kitze ausfindig?

Abgesehen von den Maßnahmen, die die Landwirte bereits vornehmen können, um die Gefährdung der Rehkitze vorzubeugen ( (Siehe Informationen für Landwirte), können wir die Landwirte kurz vor der Mahd beim Absuchen der zu mähenden Wiesen nach Rehkitzen unterstützen. Dies kann auf zweierlei Art erfolgen:

Absuchen der Wiese mit Menschenkette

Um ohne Einsatz teurer Technik die Kitze ausfindig zu machen, bleibt nur das strukturierte Ablaufen der kompletten Wiese mit einer Menschenkette. Je nach Größe der Wiese ist dies aber eine zeit- und kraftraubende Tätigkeit.

Absuchen der Wiese mit Drohnen

Deutlich effizienter, aber auch teurer ist das Absuchen der Wiese mit Drohnen mit integrierter Wärmebildkamera. Zudem benötigt man einen entsprechenden Drohnenführerschein.

Das Ablaufen der Wiesen ist sehr zeitaufwendig und kräftezehrend und aufgrund zu weniger Helfer je nach Wiesengröße auch nicht komplett schaffbar. Wir konzentrieren uns, sofern es die Gegebenheiten erlauben, auf das Absuchen mithilfe eines Multikopters mit Wärmebildkamera. Zu diesem Zweck haben wir mehrere Vereinsmitglieder zu Drohnenpiloten schulen lassen und planen eine vereinseigene Drohne mit Wärmebildkamera anzuschaffen. 

 

Die Anschaffung einer solchen Drohne wird uns einen hohen 4-stelligen Betrag abverlangen. Da wir als gemeinnütziger Verein auf Förder- und Spendengelder angewiesen sind, freuen wir uns über jeden Geldbetrag der uns unserem Ziel näher bringt. 

Du möchtest uns beim Kauf einer Drohne unterstützen?

Ablauf der Rehkitzsuche

Kitze sichtbar machen

Drohneneinsatz

Am sehr frühen Morgen gegen 4 Uhr beginnt für uns Rehkitzretter der Einsatz. Dann hat sich der Boden noch nicht so aufgeheizt und ist der Temperaturunterschied zum Kitz ist auf der Wärmebildkamera leicht erkennbar.

Links seht ihr unseren Rehkitz-Piloten Marian bei der Arbeit. Er startet die Drohne und lässt sie hoch oben in der Luft systematisch über die Grünfläche fliegen. Auf dem Display seiner Fernsteuerung (besser noch wäre ein großer Monitor) kann er die Bilder der Wärmebildkamera auswerten.

Lieber nicht anfassen

Kitze sichern

Entdeckt er einen warmen Fleck, der auf ein Kitz hinweist, dann schickt er die anderen Rehkitzretter zur entsprechenden Position. Falls sich dort tatsächlich ein Kitz befindet, welches noch nicht flüchten kann, dann wird es ruhig und vorsichtig einhaust, damit der Mähdrescher das Areal möglichst weiträumig umfahren kann. Wir versuchen dabei den Körperkontakt mit dem Kitz zu Vermeiden, damit es nicht den Geruch von uns Menschen annimmt. Denn das könnte dazu führen, das die Ricke ihr Kitz nicht mehr annimmt.

Falls es doch notwendig sein sollte, dass Kitz zu versetzen, treffen wir entsprechende Vorsichtmaßnahmen indem wir Handschuhe tragen und das Kitz mit Gras geschützt hochheben (siehe Bild rechts). 

 

Abwarten

Abbau und Freilassen der Kitze

Sobald die Wiese abgeflogen und alle Kitze gesichert wurden, kann die Mahd beginnen. Nach Abschluss werden die Einhausungen wieder abgebaut und Ricke und Kitz können wieder vereint werden.

Sponsoren & Partner

Wir danken für die Unterstützung und Zusammenarbeit:

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